Was ändert sich bei der Nutzung eines Elektroautos/Hybridautos gegenüber dem Benziner?

Die Nutzung eines Hybridautos oder Elektroautos bringt, neben einer mehr oder weniger groß ausfallenden Kostenersparnis, auch andere Veränderungen mit sich. Dies sind nicht immer Vorteile und müssen daher vor der Anschaffung eines solchen Fahrzeugs Beachtung finden.

Bei einem reinen Elektroauto ist Strom die einzige Energiequelle, mit der das Fahrzeug betrieben wird. Die Antriebsenergie wird dabei in eingebauten Akkumulatoren gespeichert. Der Elektroantrieb ist im Vergleich zum Verbrennungsmotor der überlegene Sieger bezüglich verschiedener Eigenschaften. Der Wirkungsgrad ist sehr viel höher, auch die vorteilhafte Charakteristik von Drehmoment und Leistung stellt die Überlegenheit heraus. Der Aufbau des Antriebsstrangs ist wesentlich einfacher, aber der größte Vorteil ist wohl, neben den günstigen Energiekosten, die Schadstofffreiheit und der niedrige Geräuschpegel. Zu beachten ist aber, dass derzeit die Reichweiten der Elektrofahrzeuge noch sehr begrenzt sind. Dieser Nachteil wird durch sehr lange Aufladungszeiten noch verstärkt und eignet sich daher nicht für Personen, die das Fahrzeug sehr oft nutzen. Hier ist allerdings zu erwähnen, dass sich dies in den nächsten Jahren stetig verbessern wird, da diese Technologie intensive Weiterentwicklungen erfährt. Problematisch sind die derzeit noch sehr hohen Anschaffungskosten für ein Elektroauto. Diese bedingen eine längere Nutzung, bis es zu einer Amortisation kommt. Die Ersparnis je 100 Kilometern ist dafür jedoch enorm. Die meisten erhältlichen Elektroautos haben einen Stromverbrauch von weniger als 13 kWh pro 100 Kilometern. Bei Preisen von ca. 20 Cent pro Kilowattstunde ergibt das reine Energiekosten von weniger als € 2,60,- pro 100 gefahrener Kilometer. Ein PKW, der 8 Liter Super für dieselbe Strecke benötigt, verursacht bei einem Literpreis von über € 1,50,- reine Energiekosten von mindestens € 12,-.

Elektroautos können im Prinzip an jede Steckdose angeschlossen werden. Da das Netz an Stromtankstellen zurzeit noch sehr dünn ist, sind längere Wegstrecken sehr planungsintensiv. Die noch sehr langen Aufladungszeiten könnten beispielsweise durch ein Akkumulatorenpfandsystem umgangen werden. Dies wird so zum Beispiel in Israel und Dänemark praktiziert. Die Akkus gehören einem Unternehmen und dabei wird, wie bei Pfandflaschen “leer” gegen “voll” getauscht.

Hinsichtlich der KFZ-Versicherung ist die aktuelle Situation, dass die Versicherungen noch nicht ausreichend auf die sich anbahnende Marktänderung reagiert haben. Daher werden bei einigen Versicherungen noch keine entsprechenden Tarife angeboten. Andererseits reagieren andere Versicherungen wiederum hervorragend auf derartige Veränderungen. So gibt es bei einigen Anbietern neben zugeschnittenen Tarifen für Elektroautos, auch teilweise recht ordentliche Rabatte, die eine weitere Kostenersparnis für den Nutzer eines Elektroautos bedeuten. Doch vor allem die Hybriden rücken auch bei den Versicherungen in den Fokus. Ist doch immer mehr absehbar, dass sich Umweltverträglichkeit für den Verbraucher lohnen soll.

Hybridautos hingegen sind Fahrzeuge, die sich zwei verschiedene Energiequellen für ihren Antrieb zu Nutze machen. Bivalent angetriebene Fahrzeuge dagegen sind keine Hybride. In ihnen besteht lediglich die Möglichkeit im gleichen Motor zwei verschiedene Kraftstoffe zu verbrennen (zum Beispiel Fahrzeuge mit Erdgas- oder Autogasantrieb). In den meisten Fällen handelt es sich bei den Hybriden um Kombinationen von einem Elektromotor und einem Ottomotor. Dabei werden serielle, parallele und kombinierte Hybride unterschieden. Bei seriellen dient der Verbrennungsmotor lediglich dem Aufladen der Batterie im Notfall, wodurch eine viel geringere maximale Leistung aufgebracht werden muss. Bei den parallelen Antrieben wird ein Teil der aus dem Verbrennungsmotor resultierenden Leistung mechanisch auf die Antriebsräder direkt übertragen, der andere Teil über die Motor-Generator-Kombination, welche als elektrisches Getriebe arbeitet, übertragen. Bei kombinierten Systemen besteht die Möglichkeit der Umschaltung zwischen seriellem und parallelem Antrieb. Mit derartigen Hybridautos können die reinen Energiekosten je 100 Kilometern Fahrleistung um etwa 50% gesenkt werden. Auch der Schadstoffausstoß verringert sich um 30 bis 50%. Die Anschaffung eines Hybriden ist jedoch mit erheblichen Mehrkosten verbunden.

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